Merkwürdiges in Mexiko

Gewisse Dinge sind in Mexiko anders …

Topes

Topes sind in der Schweiz bekannt als Schwellen. Hier in Mexiko sind sie überaus verbreitet und werden häufig als „Reductor de Velocidad“ („Geschwindigkeitsreduzierer“) bezeichnet. Man trifft sie in jedem Dorf, in jeder Stadt und vor jeder Schule an. Manchmal mitten auf der Landstrasse und manchmal vor gefährlichen Kurven. Häufig sind sie im Schatten von Bäumen, manchmal wird auf sie hingewiesen und manchmal nicht. Wenn man sie übersieht, rumpelt es in unser Geschirrschublade und es gingen auch schon einige unserer Teller zu Bruch. Topes gibt es in allen Grössen, manchmal sind sie abgerundet, manchmal eckig.

Aber sie sind nicht nur schlecht, neben der Verkehrssicherheit sind sie auch wichtig für die Volkswirtschaft. Bei sehr vielen Topes hat es Strassenhändler, welche dort Früchte, Gemüse, Nüsse, Getränke und sonstige Waren feilbieten. Manchmal sitzen sie am Strassenrand, häufig stehen sie aber auch in der Mitte der Strasse auf dem Tope. Die Fahrzeuge fahren im Schritttempo vorbei und so mancher kauft etwas.

Topes sind auch praktisch, wenn man Lastwagen überholen will, da diese nur sehr langsam darüber fahren (wegen der vielen Achsen), kann man bequem auf der Gegenspur überholen.

Strassenverkehr

Man sieht sehr selten Unfälle in Mexiko, aber es geht schon ein bisschen rauer zu als in der Schweiz. Ueberholt wird links und rechts, vor allem Motorradfahrer überholen in den den Dörfern und Städten meistens rechts. Velofahrer fahren häufig gegen den Verkehr. Vor Fussgängerstreifen hält man nie an. Bei zweispurigen Strassen kann man problemlos rechts anhalten oder parkieren. Wenn es eng ist, stellt man zusätzlich den Warnblinker ein. Das stört niemanden und jeder macht es so und es ist sehr praktisch, wenn man auf der Karte etwas nachschlagen muss oder das Navi neu einstellen will. Wenn eine Strasse blockiert ist, z.B. durch einen Lastwagen, lässt sich niemand aus der Ruhe bringen, man wartet halt …

Gefahren wird relativ zügig, die Geschwindigkeit der Fahrzeuge ist meistens höher als erlaubt, wobei auch die Signalisation nicht so klar ist. Auf manchen Landstrassen hat es auf einmal eine Beschränkung auf 40 km/h, die gar nie mehr aufgehoben wird …

Ueberholt wird an den unmöglichsten Orten. Häufig vor Kurven und trotz einfacher oder doppelter Sicherheitslinie. Wir haben auch schon gesehen, wie ein Lastwagen, der links abbiegen wolle, vor dem Abbiegen noch links überholt wurde! Da hat es aber fast „gechlöpft“!

Bei Ampeln werden, wie bei den Topes, diverse Dienstleistungen angeboten. Neben dem Verkauf von diversen Waren, kann man sich manchmal auch die Autoscheibe waschen lassen. Häufig wird – mit anschliessender Geldsammlung – jongliert und musiziert. Es gibt aber auch viele Bettler.

Bei Strassen mit Löchern haben wir schon Männer angetroffen, welche die Löcher mit Erde stopften und um eine Entschädigung für ihre Arbeit baten. Das ist Eigeninitiative.

Autohotel

Autohotels haben für jedes Zimmer eine eigene Garage, welche direkten Zugang zum Zimmer hat und mit einem Vorhang verschlossen wird. In Autohotels kann man ein Zimmer auch nur für ein paar Stunden mieten. Wir konnten mal in einem Zimmer eines Authotels duschen (das Hotel hatte auch einen kleinen Campingbereich), an der Decke über dem Bett und an den Wänden hatte es Spiegel und das Bett sah sehr bequem aus …

Polizei

Polizei hat es überall, meistens sind sie nett. Wir wurden auch schon von der Polizei angehalten, weil sie meinten, wir hätten kein gültiges Autokennzeichen. Als sie ihren Irrtum bemerkten, haben sie sich bei uns entschuldigt!

Wenn man falsch parkiert, kann es vorkommen, dass die Polizei das Autokennzeichen abmontiert und man es erst wieder bekommt, wenn man die Busse (oder ein Bestechungsgeld) bezahlt hat.

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